Kaum eine Branche redet so ungern über Preise wie die Beratung. Auf den meisten Websites steht „individuelles Angebot” - was übersetzt heißt: Es hängt davon ab, wie viel Budget der Berater bei dir vermutet. Hier stehen die Zahlen, die du sonst erst nach drei Gesprächen bekommst.
Die kurze Antwort
Für ein kleines Unternehmen liegt ein sinnvoller Einstieg in die KI-Beratung zwischen 0 und etwa 2.000 Euro: ein kostenloses Erstgespräch, eine Bestandsaufnahme zum Festpreis und ein erster Helfer, der im Alltag läuft. Alles darüber sollte sich aus nachweislich gesparten Stunden ergeben - nicht aus einem Foliensatz.
Was üblicherweise verlangt wird
Damit du Angebote einordnen kannst, die gängigen Modelle am Markt:
- Tagessätze: 800 bis 2.000 Euro pro Beratertag sind üblich, bei spezialisierten KI-Beratern auch mehr. Das Problem: Ein Tag Beratung ist noch keine Lösung.
- Workshops: „KI-Strategie-Workshops” kosten meist 1.500 bis 5.000 Euro. Du bekommst danach ein Dokument mit Möglichkeiten - umgesetzt ist noch nichts.
- Strategieprojekte: Bei Agenturen beginnen KI-Projekte oft fünfstellig. Zielgruppe sind Mittelständler mit IT-Abteilung, nicht der Betrieb mit sechs Leuten.
- Retainer: Monatliche Pauschalen ab einigen Hundert Euro - sinnvoll erst, wenn dauerhaft etwas läuft, das betreut werden muss.
Keines dieser Modelle ist unseriös. Aber sie sind für Unternehmen gebaut, die Beratung als Projekt einkaufen - nicht für Betriebe, die abends ihre Angebote selbst schreiben.
Woran du ein faires Angebot erkennst
Vier Merkmale trennen ein faires Angebot von einem teuren Missverständnis:
- Das Erstgespräch kostet nichts. Wer für ein Kennenlernen Geld nimmt, verkauft dir danach selten etwas Kleines.
- Die Analyse hat einen Festpreis. „Wir schauen mal, was zusammenkommt” ist kein Preis, sondern ein Risiko - deins.
- Es gibt einen ersten messbaren Schritt. Ein einzelner Helfer, der nach wenigen Tagen läuft und dir nachweislich Stunden spart, schlägt jedes Strategiepapier.
- Du kannst jederzeit aufhören. Keine Abos, keine Mindestlaufzeiten. Jeder weitere Schritt muss sich einzeln rechnen.
Die eigentliche Rechnung: Was kostet dich Nicht-Handeln?
Die wichtigere Zahl steht auf der anderen Seite. Wenn du drei Stunden pro Woche mit Belegen, Angebotsschreiben und E-Mail-Sortieren verbringst, sind das rund 150 Stunden im Jahr. Bei einem kalkulatorischen Stundensatz von 60 Euro reden wir über 9.000 Euro Jahreskosten - für Arbeit, die zu großen Teilen automatisierbar ist. An dieser Zahl muss sich jede Beratung messen lassen.
Wann sich KI-Beratung nicht lohnt
Ehrlichkeit gehört dazu: Es gibt Fälle, in denen ich im Erstgespräch abrate.
- Wenn dein Papierkram unter einer Stunde pro Woche liegt - dann ist das Problem zu klein für externe Hilfe.
- Wenn die Abläufe selbst das Problem sind - erst aufräumen, dann automatisieren. KI macht ein chaotisches System nur schneller chaotisch.
- Wenn eine fertige Software dein Problem bereits löst - dann brauchst du einen Kauf-Tipp, keine Beratung. Den gebe ich dir auch.
So arbeite ich
Mein Modell folgt genau den vier Merkmalen von oben: kostenloser 15-Minuten-Check, Bestandsaufnahme zum Festpreis, erster Helfer nach wenigen Tagen - und danach entscheidest du bei jedem Schritt neu. Konkrete Zahlen nenne ich dir im Erstgespräch, wenn ich weiß, worum es geht: alles andere wäre geraten.